Klauenmanagement
Es gibt nur sehr wenige Studien, die die Vorteile verschiedener Möglichkeiten darstellen. Niederländischen Studien aus den 80ern zeigen, dass Formalin, auf 4% verdünnt, effizient gegen infektiöse Dermatitis wirkt, aber gefährlich ist und dazu in vielen Staaten und Ländern verboten. Formalin ist ausserdem schmerzhaft in offenen Wunden. Zink-basierte Lösungen sind möglicherweise die meistgebrauchten Klauenbäder in der Milchindustrie weltweit, obwohl umweltbedingte Faktoren zu Restriktionen führen könnten. Zinksulphat ist schon in vielen Ländern aufgrund seiner gefährlichen Eigenschaften für Menschen, Tiere und die Umwelt verboten. Es gibt aber immer noch Lösungen auf dem Markt, die ungefährlich sind und gut wirken. Eine aktuelle Studie hat einen signifikant positiven Effekt auf die Heilung von Dermatitis bei Verwendung einer Lösung auf Zinkbasis gezeigt. Ein Klauenbad mit einer passenden Lösung ist ein sehr einfacher präventiver Weg, um Lahmheiten in Ihrer Herde zu verringern.
Es gibt viele Faktoren, die Lahmheiten verursachen können, z.B. Infektionen, niedriger Rohfasergehalt in der Ration oder Nervenschäden bei der Geburt. Lahme Kühe, die nicht auf eine Behandlung ansprechen, verbringen mehr Zeit im Liegen. Die Milchleistung sinkt aufgrund der geringeren Futter- und Wasseraufnahme und es schliesst sich häufig eine langwierige Behandlung an. Wenn sie zur Schlachtung gehen sollen, benötigen sie oft eine verlängerte Wartezeit um Rückstände auszuschliessen. Manche Kühe können während der Behandlung oder Wartezeit nicht mehr aufstehen. Der beste Weg eine völlig bewegungsunfähige Kuh zu vermeiden ist genaue Herdenbeobachtung, frühe Diagnose und schnelle Behandlung.
Frühe Erkennung von Problemkühen mit folgender angemessener Behandlung kann schwere Lahmheiten verhindern, die Mobilität gering lahmer Tiere verbessern und die Nutzungsdauer erhöhen. Sie sollten immer überlegen, ob eine lahme Kuh geheilt werden kann oder nicht. Wenn nicht, ist die Merzung der Kuh die einzige Option um unnötiges Leiden zu verhindern.
Lahmheiten können folgendermassen verhindert werden:
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Zuchtauswahl auf gute Beine und Klauen
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Rationen mit angepassten Rohfaser- und Mineraliengehalt
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Kraftfutterration auf drei oder vier Gaben pro Tag verteilen, um Klauenrehe zu vermeiden
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Laufbereiche trocken halten, um Verbreitung von Infektionen zu verhindern
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Mindestens einmal jährlich Klauenschneiden, besser zweimal
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Lahmheiten aufgrund von Nervenschäden beim Kalben durch Beobachtung, richtigen und vorsichtigen Gebrauch des Geburtshelfers und frühzeitiges Abwägen eines Kaiserschnitts vermeiden.
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Liegezeit erhöhen
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Regelmässige Klauenbäder